Welche Daten werden über mich gesammelt?

Wir zeigen dir, wie du einsehen kannst, welche Daten über dich gesammelt werden.

Die Antwort im Detail

Wir hinterlassen mit unseren diversen Kundenkarten oder beim Online-Shopping unsere Daten. Unternehmen sammeln diese, um ihre Produkte anzupassen, neue Kundenservices ausarbeiten oder um unser Kaufverhalten zu analysieren. Du möchtest wissen, was die Firmen an Daten von dir sammeln? Das Bundesgesetz über den Datenschutz ("Datenschutzgesetz" / "DSG") räumt jeder Person das Recht ein, vom Inhaber einer Datensammlung Auskunft darüber zu verlangen, ob Daten über sie gesammelt und bearbeitet werden (Art. 8 DSG). Aufgrund eines sogenannten Auskunftsgesuch (siehe Vorlage) muss der Inhaber der Datensammlung der betroffenen Person Folgendes mitteilen:
- alle Daten, die über sie in der Datensammlung vorhanden sind
- Herkunft dieser Daten
- Zweck und die Rechtsgrundlagen der Datenverarbeitung
- Kategorien (d.h. nicht die Namen) der an der Datensammlung Beteiligten
- Kategorien (d.h. nicht die Namen) der Datenempfänger

Der Inhaber kann die Auskunft verweigern, einschränken oder aufschieben, wenn dies in einem Gesetz vorgesehen ist; z.B. bei Angaben, die dem Anwaltsgeheimnis unterstehen. Zudem kann das Auskunftsrecht eingeschränkt werden – soweit dies wegen überwiegender Interessen eines Dritten erforderlich ist. Dies kann der Fall sein, wenn die Bekanntgabe des Namens eines Informanten diesen in ernsthafte Gefahr für Leib und Leben bringen würde. Auch überwiegend eigene Interessen des Dateninhabers können das Auskunftsrecht einschränken, falls die Daten nicht an Dritte weitergegeben werden. Zudem gelten für Datensammlungen, die ausschliesslich für Veröffentlichungen im redaktionellen Teil von Presse, Radio, Fernsehen, Online-Zeitschriften etc. verwendet werden, besondere Vorschriften – insbesondere ein weitreichender Quellenschutz.

Die falsche oder unvollständige Erteilung der geforderten Auskünfte kann mit Bussen bestraft werden.

Das Auskunftsrecht muss schriftlich geltend gemacht werden (siehe Vorlage). Dazu muss der Antragsteller seine Identität nachweisen, z.B. durch Kopie der Identitätskarte. Der Inhaber der Datensammlung muss innerhalb von 30 Tagen die Auskunft erteilen oder den begründeten Entscheid über die Einschränkung des Auskunftsrechts zustellen. Die Auskunft ist in der Regel schriftlich, in Form eines Ausdrucks oder einer Kopie zu erteilen. Der Inhaber der Datensammlung kann dem Antragsteller auch Einsicht in die Daten vor Ort gewähren. Er ist aber nicht dazu verpflichtet.

Für die Erteilung der Auskunft darf nur dann eine Beteiligung an den Kosten verlangt werden, wenn die Erteilung mit einem besonders grossen Arbeitsaufwand verbunden ist oder wenn dem Antragsteller die gewünschten Auskünfte bereits mitgeteilt wurden. Die Beteiligung an den Kosten beträgt höchstens CHF 300.– und ist dem Gesuchsteller vor Auskunftserteilung mitzuteilen, damit er sein Gesuch noch ohne Folgekosten zurückziehen kann.

Wichtige Dokumente
Mustervorlage Datenschutz Auskunftsbegehren DSG