Zurück

Sicher – und ohne Probleme – online einkaufen

Shopping im Internet wird immer beliebter. Kein Wunder: Schliesslich ist der Einkauf online nicht nur einfach und bequem, sondern oft auch um einiges günstiger als im konventionellen Detailhandel. Aber gerade in der virtuellen Welt sollte man besonders auf der Hut sein: Betrüger lauern überall!

Welche Fallstricke sich beim Online-Shopping verbergen können, zeigen die folgenden Fälle: Nadja Z. sieht auf einer Website Abendkleider von bekannten Designern zu sehr günstigen Preisen. Sie bestellt sich gleich vier dieser «Sonderangebote» und denkt sich, dass eines sicher passt – und sie die anderen zurückschicken kann. Als die Ware eintrifft, erlebt Nadja eine böse Überraschung: Die Kleider sehen überhaupt nicht aus wie auf den Fotos im Internet und sind ausserdem viel zu gross. Sie will die gesamte Lieferung zurücksenden und kontaktiert dazu den Kundendienst des Anbieters. Dieser verweist explizit auf die AGB und teilt ihr mit, dass eine Rückgabe nicht möglich sei, weil die Kleider eigens für Nadja hergestellt wurden. Die Kundin zieht eine Mängelrüge in Betracht, sieht sich das Impressum der Website an und muss feststellen, dass der Anbieter seinen Sitz in China hat …

Es kann sogar zu einer Zivilklage kommen!

Anderes Szenario: Statt der Ware erhält Nadja wenige Wochen nach ihrer Bestellung einen eingeschriebenen Brief von einem Genfer Anwalt, der einen der Designer vertritt. Im Schreiben wird sie mit Schadenersatzansprüchen konfrontiert, weil sie gefälschte Markenartikel importiert hat. Fazit: Das Geld ist weg, und Nadia muss nicht nur eine Zivilklage des Markeninhabers, sondern auch eine strafrechtliche Verfolgung befürchten. Schliesslich ist die Einfuhr gefälschter Artikel in die Schweiz verboten.

Das sollten Sie beim Online-Shopping tun:

Anbieter prüfen: Informieren Sie sich im Impressum über Inhaber und Standort. Finden Sie diese Angaben nicht, so heisst es: Finger weg!

Erfahrungsberichte einholen: Googeln Sie Ihnen unbekannte Online-Shops mit dem Begriff «Erfahrung». So erhalten Sie rasch Anhaltspunkte über die Seriosität des Anbieters.

Kleingedrucktes lesen: Die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) enthalten oft wichtige Informationen zur Lieferung sowie zu einem allfälligen Rücktritts- oder Umtauschrecht. 

Auf bekannte Online-Shops setzen: Grosse und etablierte Anbieter können es sich nicht leisten, ihre Kunden zu vergraulen. Bei Reklamationen oder Rücksendungen dürfen Sie deshalb in der Regel Kulanz erwarten.

Und das sollten Sie lassen:

Gefälschte Ware kaufen: Der Kauf und die Einfuhr gefälschter Artikel in die Schweiz ist strafbar. Im besten Fall wird Ihre Bestellung vom Zoll eingezogen und vernichtet. Im schlimmsten Fall müssen Sie mit Strafverfolgung und einer Zivilklage rechnen.

An das Unmögliche glauben: Was zu gut tönt, um wahr zu sein, ist in der Regel auch nicht wahr. Also Hände weg von vermeintlichen «Superschnäppchen». Nur allzu oft lauern hinter solchen Angeboten Betrüger.

Geld direkt überweisen: Bei einer Direktüberweisung auf das Konto des Anbieters ist das Geld weg. Zahlen Sie lieber mit einem etablierten Zahlungsmittel wie Kreditkarte oder PayPal. Seriöse Zahlungsdienstleister setzen sich im Fall der Fälle für Ihre Rechte ein!